Hilfe für Angehörige


Ein Kind zu verlieren, bedeutet ein Stück von sich selbst zu verlieren.
Liebe Angehörige,
wir können Ihnen nicht sagen wie Sie sich zu verhalten haben.  Aber wir können Sie dabei unterstützen, dass bei Gesprächen mit betroffenen Sterneneltern, lieb gemeinte Floskeln nicht in die falsche Richtung schlagen.
Das Menschen trauern, ist NORMAL!
Manche tun dies still und für sich, andere ganz offen. Auch kann man nicht festlegen, wie lange man um einen geliebten Menschen, den man verloren hat, trauert. Hierfür gibt es und darf es keine zeitliche Begrenzung geben.
Anders herum ist es völlig normal, dass unser Gegenüber nicht genau weiß, wie er mit dem Trauernden umgehen soll.
Hierzu ein paar Vorschläge von uns:
  • Offene Gespräche sind besser als Schweigen/Ignorieren. Auch wenn dann mal Tränen fließen, dann nicht weil wir verletzt sind, sondern weil wir unser Kind so sehr vermissen. Trotzdem sind wir dankbar über unseren Schatz sprechen zu dürfen.
  • Körperliche Nähe kann gut tun, sollte aber nicht erzwungen werden. Bitte bedenken Sie den Stand Ihrer „Beziehung“ zum Betroffenen.
  • Zuhören ist ein großes Geschenk.
  • Wenn das Sternenkind einen Namen bekommen hat, nutzen Sie diesen und sprechen bitte nicht von einer Fehl- oder Totgeburt.
  • Wichtige Termine wie Geburts- oder Todestag bedenken, vielleicht mit einer kleinen Karte oder einer kleinen Aufmerksamkeit. Dies bringt oft große Freude.
 Schmerzlich ist:
  • Sich verhalten, als ob nichts vorgefallen ist
  • Ereignisse herunterspielen
  • Be- oder gar verurteilen der Gefühle und Verhalten von trauernden Eltern
  • Babysachen einfach wegräumen, ohne zu fragen
  • Sätze wie: Du kannst ja noch andere Kinder haben oder zum Glück hast Du schon ein Kind
Haben Sie den Mut, mit den Sterneneltern ins Gespräch zu kommen. Sie signalisieren dann, dass Sie sich für die Eltern und das Sternenkind interessieren, dass es Ihnen nicht egal ist.